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Hecken sind und waren schon immer Gestaltungselemente in Acker, Park-und Gartenanlagen.

 

Hainbuchenhecke

Thujahecke

Sie dienen

  • als architektonische Leitplanken (in den klassischen Gärten der Renaissance usw.)
  • als Abgrenzung zwischen Rabatten ( Klostergärten)
  • als Baumhecken zur Abgrenzung diverser Gartenelemente und als Achsen diverser Gartenräume
  • als Sichtschutz gegenüber dem Nachbarn
  • als Nist und Brutplatz für wildlebende Tiere
  • als Windschutz

Warum schneiden wir Hecken?

  • Pflanzen die scharf zurückgeschnitten werden treiben stark aus. Bei nochmaligem Einkürzen der neuen Triebe treiben die schlafenden Augen dieser Triebe wiederum aus, was zu einem immer dichter werdenden Astgeflecht führt. So erhalten wir die gewünschte Kompaktheit, Dichtigkeit und Form, die eine Hecke aufweisen sollte.

Heckenform

  • Die Seiten sollten einen Winkel von 15-25 Grad von der Vertikalen bilden.
  • Die Hecke wird von unten bis oben besser mit Licht bestrahlt, was zu einem gleichmässigen Wuchs führt.
  • Es werden auch wilde und phantasievolle Hecken geschnitten

Beispiele:

Forsitie Feuerdorn

 


Pflanzenwahl

  • nicht zu schnellwachsende Pflanzen wählen; ausser man will schnell geschützt sein vor den Blicken des Nachbarn. Nachteil dieser schnellwachsenden Form; sie müssen später mehrmals im Jahr geschnitten werden. Z.B. Cypressocyparis leylandii, Ligustrum ovalifolium
  • Langsam wachsende Gehölze haben zwar länger bis sie die gewünschte Höhe erreichen, müssen aber nur einmal im Jahr geschnitten werden. Z.B. Eibe oder Buchs
  • wenn ein homogenes Bild gewünscht wird, auf die selbe Art und Sorte achten.
  • Es gibt Sträucher die nur dicht und verzweigt wachsen, wenn sie in ihrer frühen Jugend stark eingekürzt werden. Dies sind unter anderem Weissdorn, Liguster, Prunus cerasifera und Prunus spinosa oder auch Buxus sempervirens und Lonicera nitida (immergrün).
  • Laub abwerfende Gehölze die von Natur aus an der Basis dicht verzweigt wachsen benötigen in ihrer Jugend einen weniger starken Pflanzschnitt. Dies sind unter anderem die Rotbuche Fagus silvatica, die Forsitie und die Hainbuche.

Schnittzeitpunkt

  • am besten in der zweiten Sommerhälfte durchführen. Wenn man zu früh schneidet, kann ein zweiter Schnitt notwendig werden, weil die Hecke ein zweites mal stark durchtreibt und ein unordentliches Bild entsteht.
  • für sommergrüne Hecken ist der Spätsommer der geeignetste Zeitpunkt, sie kann aber bis in den Winter hinein geschnitten werden (nur bei frostfreien Tagen schneiden).

Beispiele:

Carpinus betulus (Hainbuche) Winterschnitt

Hainbuche vor dem Schnitt Hainbuche nach dem Schnitt